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Letzte Änderung:
  21.07.2017
 © 1999 - 2017

 

Manifesta 7

Manifesta 7, die europäische Biennale für zeitgenössische Kunst, findet vom 19. Juli bis zum 2. November 2008 in Südtirol und im Trentino statt. Es ist das erste Mal überhaupt, dass die Ausstellungen von Manifesta nicht in einer Stadt konzentriert, sondern in einer ganzen Region verteilt sind. Manifesta-Standorte sind Franzensfeste, Bozen, Trient und Rovereto.

Auf Einladung des Amtes für Weiterbildung hatten die Mitarbeiter der Bildungsausschüsse Südtirols die Gelegenheit, zwei Ausstellungen zu besichtigen: die Ausstellungen in Bozen und in Franzensfeste.

Manifesta 7 - Bozen - ex Alumix - The rest of now

Meine Impressionen in 56 Fotos

„Die Verwertung jedes Materials, Orts, Dings oder jeder Person schließt einen Veredelungsprozess mit ein. Während dieses Wertentzugs wird das betreffende Objekt einer Umformung unterzogen, in deren Verlauf mindestens zwei Substanzen voneinander getrennt werden: das extrahierte Material und der Rückstand. Mit allem Respekt für den Rückstand: Es sollte vielleicht gesagt werden, dass Rückstände niemals den Weg in die augenscheinliche Darstellung darüber finden, wie etwas (ein Objekt, eine Person, ein Zustand, oder ein Seinszustand) entstanden oder zur Existenz gekommen ist. Rückstände sind Anhäufungen von allem, was übrig geblieben ist, nachdem der Wert entzogen wurde…Es gibt keine Geschichte des Rückstands, keine Atlanten des Aufgegebenen, keine Erinnerungen darüber, was eine Person war, aber nicht sein konnte.“ (Raqs: With Respect to Residue, 2005)

Was geschieht, wenn man einen zweiten, genaueren Blick auf die Darstellung von Fortschritt und auf die Schnelllebigkeit unserer Zeit wirft?

Unsere Aufgabe ist es, diese Elemente einer kritischen Neubewertung zu unterziehen. Die Unterbringung einer Teilausstellung von Manifesta 7 in einer aufgegebenen Aluminiumfabrik in Bozen – einem Raum der Verlassenheit und des Rückstands – wirft viele Fragen über das Nach-Leben von Verwertungsprozessen auf. Was bleibt übrig, wenn alles verwertet ist und die Maschinen abgebaut sind? Was kann wieder gewonnen werden und an was kann erinnert werden? Wie kann man Rückstände mit Bedeutung aufladen?

Wir wollen darüber nachdenken, was geschieht, wenn sich Dinge in dieser Welt als wertbehaftet erweisen. Das schließt eine Verlangsamung und die Konzentration der Aufmerksamkeit auf einige Prozesse mit ein, die sonst die Spuren dessen, was zurückgeblieben ist, verwischen könnten. Es handelt es sich hier in gewisser Hinsicht um den Versuch, sich der sich selbst bewahrheitenden Amnesie des Kapitalismus bewusst zu werden und zu sehen, was von jenem Vergessen bewahrt werden kann, dem die Rückstände des Modernismus gemeinhin ausgeliefert sind.

Die Aufgabe auf einem verlassenen Industrieareal ein Netzwerk aus Prozessen und Kunstwerken zu schaffen, scheint uns eine willkommene Gelegenheit zu sein, Künstler einzuladen – und darüber hinaus einige Teilnehmer, die nicht als Künstler arbeiten – um diese Überlegungen auszuweiten und zu vertiefen.

Auch wenn Europa inzwischen für seine in aufgegebenen Industriekomplexen untergebrachte Kunsträume- und Kunstevents bekannt ist, bleibt die Frage, was diese Kombination aus erinnerter industrieller Energie und der aktuelleren Melancholie der Verlassenheit heute bedeutet. In einem gewissen Sinn ist das ein Symptom für Europas fehlende Bereitschaft, sich des eigenen Wegs in das und durch das 21. Jahrhundert bewusst zu werden.

THE REST OF NOW
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Manifesta 7 - Franzensfeste - Scenarios

Meine Impressionen in 44 Fotos

Die ehemalige Habsburger-Festung Franzensfeste liegt zwischen Bozen und dem Brenner auf einer der wichtigsten Verkehrsverbindungen Europas und ist einer der vier Manifesta-Standorte in der Region Trentino-Südtirol. Das Verteidigungsbollwerk wurde als späte Reaktion auf die napoleonischen Kriege unter Franz I geplant und 1838 von dessen Nachfolger Kaiser Ferdinand I dem österreichischen Militär übergeben. Franzensfeste sollte den Übergang zwischen den nord- und südeuropäischen Provinzen des Habsburgerreiches sichern. Grundlage für den Bau der Anlage waren militärische Bedrohungsszenarien, die in den folgenden Jahrzehnten zu einem großen Teil nicht eintrafen. Auch deshalb verlor die Festung schnell an Bedeutung. Kampfhandlungen fanden dort keine statt. Diese Befestigungsanlage und deren Geschichte bilden die Basis für den künstlerischen Kontext in dem die Ausstellung von Manifesta 7 steht.

Das Ausstellungsprojekt trägt den Titel Scenarios und will die außergewöhnliche Kulisse Franzensfeste in einen Schriftraum mit Sprachaufnahmen, Text, Licht und Landschaft verwandeln. Scenarios soll unsere Vorstellung über die Art und Weise, wie imaginäre Szenarien als „Ein-Bildungen“ unser Verständnis von Vergangenheit und Zukunft, Tatsachen und Möglichkeiten formen, verändern. Diese „immaterielle“ Ausstellung bemüht sich darum, ihren Standort in die Phantasie des hörenden Besuchers zu verlagern. Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus aller Welt liefern Texte für Scenarios, die eigens für diesen Kontext verfasst wurden. Diese Schriften reflektieren den Prozess der Entwicklung von Szenarien und damit des Vorstellungsvermögens selbst. Als Sprachaufnahmen und Soundarrangements sind die Texte individuell in den monoton aufeinander folgenden Innenräumen der Festung eingerichtet – in einem architektonischen Umfeld also, das von der Abwesenheit der historischen Nutzer und jener Szenarien geprägt ist, zu deren Bestandteilen auch die Festung und deren Besatzung einmal gehört haben.

Scenarios ist eine kritische Reflexion über jene Rolle, die Szenarien in unserer Gesellschaft und in der individuellen oder kollektiven Vorstellung spielen. Heute sind wir, wenn auch häufig unbewusst oder unfreiwillig, Teil bereits projizierter „Szenarien“, die uns geformt haben, die unser Sein vorweg prägen, die Alltagssituationen und alltägliche Erfahrungen bestimmen. Das Projekt will zum Nachdenken darüber anregen, wie wir Szenarien und Geschichten vervollständigen, in dem wir zu deren Bestandteil werden. Als Ausstellungsprojekt zeigt Scenarios deshalb keine (oder wenig) Bilder, sondern stellt vielmehr jene Bilder in Frage, die wir bereits in uns tragen, die uns auferlegt wurden oder die kreative Phantasie auslöst. Damit soll ausdrücklich mit der Ordnung des Augenscheinlichen und mit der damit verknüpften Produktion (materieller) Zeugnisse als Tatsachen gebrochen werden.

Adam Budak, Anselm Franke/Hila Peleg, Raqs Media Collective

SCENARIOS

Infos unter: http://www.manifesta7.it/

 

 

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